Neue Ideen für den Waldspielplatz

Entwurf für den Waldspielplatz
Die vier Elemente, Indianerdorf, Mondlandschaft, Waldtiere und ihre Behausungen… die Studierenden der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt hatten sich in ihre Kindheit zurückversetzt. In den 14 unterschiedlichen Entwürfen waren Spielgeräte zum Klettern, Rutschen und Balancieren eingebettet in eine thematische Welt mit Anregungen zum Rollenspiel und Versteckmöglichkeiten. 14 liebevoll gestaltete Modelle wurden am 24. Januar im Häussler-Saal in Stuttgart-Vaihingen Vertretern der Stadt und des Waldkindergartens präsentiert und von den Studierenden erläutert.

Jeder der Entwürfe setzte andere Schwerpunkte: Das spektakuläre Eichhörnchen-Nest mit Plattformen auf verschiedenen Ebenen, Hängebrücken bietet unzähligen Klettermöglichkeiten und Anregungen für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersstufen, würde aber gleichzeitig den Spielplatztestern Schweißperlen auf die Stirn treiben. Die Mondlandschaft ist dagegen auf den ersten Blick sehr zurückhaltend gestaltet,  bietet den Kindern verschiedene Spielkrater mit (Gemeinschafts-)rutsche, Trampolin und Sandkasten. Das Indianerdorf dagegen birgt mit seinen Tipis und Spielbooten viele Anregungen zum Rollenspiel, ein anderer Entwurf orientiert sich an Waldelefanten aus der Steinzeit, die früher in der Region heimisch waren. Im Zwergenreich schimmern bunte Edelsteine in den Höhlen und Tunneln. Sogar an Sitzgelegenheiten für die Eltern wurde gedacht.

Alle Entwürfe fügen sich harmonisch in die Waldlandschaft ein und bieten viele Spiel- und Klettermöglichkeiten für Gruppen von Kindern nicht nur im Kindergartenalter, sondern auch für Ältere. Dies war der Wunsch und die einzige Vorgabe von den Kindern und den Erziehern des Waldkindergartens Rohr, der die Planungen der Studierenden angestoßen hatte.  In den letzten Jahren mussten mehrere für die Kinder sehr attraktive Spielgeräte aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Leider waren es gerade die Spielgeräte, die mehrere Kinder gleichzeitig benutzen konnten (wie die Reifenschaukel) oder die Entwicklung über mehrere Jahre begleitet haben (wie das Kletternetz).

Die Kinder des Waldkindergartens nutzen den Spielplatz jeden Tag in den Hol- und Bringzeiten. Aber auch Kindergruppen der umliegenden Kindergärten und der nahe gelegenen Schönbuchschule kommen gerne bei Ausflügen oder Waldtagen zum Spielplatz, genauso wie Familien aus der Umgebung.

Die Entwürfe der Studierenden überraschten nicht nur uns, auch Frau Neupert vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt war beeindruckt von der Qualität. Die Modelle geben uns eine Vision, was an „unserem“ Spielplatz tatsächlich möglich wäre. Wir hoffen und vertrauen darauf, dass diese Ideen auch tatsächlich in absehbarer Zeit durch das Projekt Soziale Stadt Dürrlewang oder alternative Geldgeber umgesetzt werden kann.

Die Veranstaltung wurde vom Waldkindergarten Rohr organisiert und durch den Verfügungsfonds der Sozialen Stadt Dürrlewang unterstützt.

Weitere Informationen gibt es im Bericht vom 03. Februar 2017 in der Stuttgarter Zeitung: Fördergeld für Waldspielplatz